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Neue Resolution zur Frage der Malwinen Inseln

Heute verabschiedete der Sonderausschuss der Vereinten Nationen für Entkolonialisierung im Konsens eine neue Resolution zur Frage der Malwinen Inseln, die von allen lateinamerikanischen Ländern, die Mitglieder des Sonderausschusses sind (Chile, Bolivien, Kuba, Ecuador, Nicaragua und Venezuela), mitgetragen wurde.

Seit 1983 fordert der Sonderausschuss Jahr für Jahr Argentinien und das Vereinigte Königreich auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, um so bald wie möglich eine friedliche und endgültige Lösung für den Souveränitätsstreit über die Malwinen, Südgeorgien und die Südlichen Sandwich-Inseln sowie die umliegenden Seegebiete zu finden, dies in Übereinstimmung mit der Resolution 2065 (XX) der Generalversammlung und den nachfolgenden Resolutionen zur Frage der Malwinen.

Der 1961 als Nebenorgan der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingerichtete Sonderausschuss für Entkolonialisierung hat die Aufgabe, die Umsetzung der Resolution 1514 (XV) der Generalversammlung der Vereinten Nationen sicherzustellen und in diesem Rahmen jährlich die 17 noch zu entkolonisierenden Gebiet zu prüfen und Resolutionen zu verabschieden, die Fortschritte auf dem Weg zum Ende des Kolonialismus ermöglichen.

Die Forderung der Vereinten Nationen nach einer Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich als Mittel zur Lösung des Konflikts wird unter anderem von verschiedenen multilateralen Foren wie der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), dem MERCOSUR, der Gruppe der 77 plus China, der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) und den iberoamerikanischen Gipfeltreffen geteilt. Das Vereinigte Königreich weigert sich jedoch nach wie vor, die Verhandlungen über diese Frage wieder aufzunehmen.

Die argentinische Regierung bekräftigt erneut die Notwendigkeit der Wiederaufnahme eines substanziellen Dialogs über den Souveränitätsstreit und fordert das Vereinigte Königreich auf, der völkerrechtlichen Verpflichtung nachzukommen, diesen Streit friedlich beizulegen und der Kolonialsituation, die im 21. Jahrhundert anachronistisch erscheint, ein Ende zu setzen.

 

Post date: 07/08/2020